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Gartengrundstücke "An der Bieber" im Ortsteil Wirtheim Bodenbelastung mit Schwermetall



Die Gartengrundstücke befinden sich im Überschwemmungsgebiet der "Bieber".

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) führte 2017 im Auftrag des Regierungspräsidiums Darmstadt im Rahmen des Projektes "Biodiversität und Bodenzustand in Hessischen Bach- und Flussauen" Bodenuntersuchungen durch. Im Rah-men der Untersuchungen wurden auch Auenböden entlang der "Bieber" in Biebergemünd beprobt. Hierbei wurden erhöhte Arsen- und Bleigehalte im Boden festgestellt, die durch den historischen Bergbau rund um den Ortsteil Bieber im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind.

Durch die festgestellten Schadstoffbelastungen des Oberflächenhangbodens können Belas-tungen auf Ihren Flächen nicht ausgeschlossen werden.

Verunreinigter Boden kann die menschliche Gesundheit direkt oder über die Nahrungsauf-nahme (indirekt) beinträchtigen. Die Bodenbelastungen sind in erster Linie relevant für Klein-kinder, die beim Spielen belasteten Boden verschlucken können und für Personen, die selbst angebautes Gemüse verzehren. Durch die Einhaltung einfacher Verhaltensregelns kann eine mögliche Schadstoffaufnahme über den Boden minimiert bzw. verhindert werden.

Auf den Anbau stark schadstoffanreichender Nahrungspflanzen sollte nach Möglichkeit ver-zichtet werden. Hierzu gehören Grünkohl, Endivie, Blattspinat, Salate, Mangold und Sellerie. Stein- und Kernobst sowie Beerensträucher können in gewohnter Weise angebaut werden. Fallobst ist gründlich zu waschen. Fruchtgemüse (Gurken, Zucchini), Obst- und andere Nah-rungspflanzen sollten wie üblich, vor dem Verzehr gewaschen bzw. geschält werden.

Wasser aus Gartenbrunnen oder der "Bieber" sollte nicht zur Gartenbewässerung genutzt werden. Damit Kinder unbedenklich Krabbeln oder Spielen können, sollte aus vorsorglichen Gründen der direkte Bodenkontakt zu potentiell belastetem Bodenmaterial vermieden wer-den. Vor allem sollte darauf geachtet werden, dass Kinder keinen Boden in den Mund neh-men oder Verschlucken.
Das Spielen auf einer geschlossenen, dichten Rasendecke ist unbedenklich. Sandkästen soll-ten mit neuem, unbelastetem Buddelsand gefüllt werden. Die Einrichtung einer sogenannten Grabesperre (Geotextilflies) ist zu empfehlen.

Nach dem Spielen sollten die Kinder die Hände sorgfältig waschen. Kleidung und Schuhe, an denen Bodenpartikel haften, sollten vor dem Betreten der Wohnräume ausgezogen und ge-säubert werden. Durch die Beachtung der vorstehend genannten Verhaltensregeln kann eine mögliche Schadstoffaufnahme verhindert werden.




20.05.2020
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